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Historie

Die Geschichte der Maniküre

Die ersten Erwähnungen von Behandlungen der Hände und Nägel sind uns aus dem altertümlichen Ägypten und China überliefert.

Im alten Ägypten färbten Männer und Frauen aus höheren Gesellschaftsschichten die Handflächen bis zur Fingerspitze und die Nägel mit Henna (natürlichen Farben). Bei den Ausgrabungen wurden in Gräbern goldene Manikürwerkzeuge gefunden.

In China nutzten prominente Leute die verschiedensten Farben wie: Gold, Silber und später schwarz und rot. Es ist bekannt, dass für die Färbung der Nägel komplizierte Rezepturen angewendet wurden, die z. B. Wachs, Eiweiß, Gelatine und Gummiarabikum verwendeten. Gerade in China wurde es Mode die Nägel lang wachsen zu lassen. Das konnten sich nur die sehr wohlhabenden Leute erlauben, die genug Muße hatten. Um das Abbrechen der langen Nägel zu verhindern, die manchmal die Länge 10-13 cm erreichten, wurden spezielle Gold- oder Bambusstreifen geschmückt mit Edelsteinen aufgebracht.

Im Folgenden hat sich die Mode der langen Nägel auch auf die Länder Europas ausgebreitet. Insbesondere war es in Frankreich im XVII Jahrhundert am Hofe üblich die Nägel des kleinen Fingers wachsen zu lassen. Die Hofetikette schrieb vor, nicht anzuklopfen sondern mit dem Fingernagel an der Tür zu kraulen. Im England des XIX Jahrhunderts hat sich die Mode von Nägel in ovaler Form mit den spitzen Enden, wie die Form einer Haselnuss, gebildet. Dort verwendeten Repräsentantinnen der höheren Gesellschaft erstmals für die Färbung der Nägel rosiges Puder.

Bis zu den fünfziger Jahren des XX. Jahrhunderts wurde das Nagelservice ein bedeutender Teil der Schönheitsindustrie. Alle wollten schöne lange Nägel haben. Und jene die längere Nägel nicht natürlich wachsen lassen konnten wollten etwas anderes versuchen. Tips wurden praktisch aus einem beliebigen elastischen Material, sogar aus Filmestückchen, ausprobiert. Die Meister der Maniküre probierten für das Ansetzen abgeschnittene natürliche Nägel als Tips aus. Sie wurden am Ende eines Nagels angeklebt und mit einem Stückchen Papier abgedeckt.

Eines der Ereignisse des XX. Jahrhunderts war die Erfindung des farbigen Nagelacks im Jahre 1932 in den USA durch Charly Revlon. Von diesem Moment an entwickelte sich die moderne Nagelindustrie. Die weitere Entwicklung hat eingesetzt mit der Erfindung der künstlichen Nägel in der Mitte der fünfziger Jahre des XX. Jahrhunderte durch Fred Slek, einem Zahnarzt aus Philadelphia. Einmal verwundete er seinen Nagel und hatte aber keine Möglichkeiten, seine Arbeit als Zahnarzt zu unterbrechen. Fred Slek nutzte für die Schließung der Oberfläche der Wunde Acryl als Material aus.

Einige Zeit später wurde Acryl den Nageln nicht nur zur Heilung abgedeckt sondern auch zur Wiederherstellung verwendet. Dergestalt hat die zufällige Entdeckung von Fred Sleka zur Bildung der Technologie des künstlichen Ansetzens der Nägel geführt.

Die handwerkliche Kunst eines Meisters der Maniküre erhebt sich damit bis zum künstlerisch darstellenden Schaffen und wird ständig weiter entwickelt.

Die Maniküre

Über die Maniküre zu erzählen ist hier müßig, ich denke jede Frau weiß darüber genau Bescheid. Interessant ist jedoch, dass nach Meinung der Psychologen und Dermatologen die Form und der Zustand der Nägel über Ihren Charakter und die Gesundheit vieles erzählen können. Hier eine kleine „Nagelkunde“:

  • Löffelförmige Nägel: Ihre Besitzer werden als besonders energisch und realistisch charakterisiert. Ihre Hyperaktivität kann z. B. neutralisiert werden durch Jogaübungen.
  • Viereckige Nägel: das sind oft zurückhaltende, disziplinierte, beherrschte und die Ordnung liebende Menschen.
  • Ovale und konische Form der Nägel: Sie findet sich oft bei den Künstlern; aber auch bei labilen Menschen.
  • Krallenegel: Sie finden sich oft bei egozentrischen , reizbaren, ungeduldigen und habgierigen Menschen.
  • Konkaven Nägel: Sie beziehen sich auf Menschen, die oft zur nervösen Erschöpfung neigen.